Professional - Steuern und Rechnungswesen

Skript: Summarische Risikoprüfung der Finanzverwaltung und digitale Datenanalyse - Das müssen Sie wissen!

170060S Professional - Steuern und Rechnungswesen

Beginn: 22.02.2017, 00:00 Uhr

Ende: 22.02.2017, 00:00 UhrTermin speichern Zu den Details scrollen

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Skript: Summarische Risikoprüfung der Finanzverwaltung und digitale Datenanalyse - Das müssen Sie wissen!

Autoren: Sebastian Müller und Andreas Wähnert

Der Unternehmensalltag wird digital bestimmt. Die Unternehmensverwaltung erfolgt mit elektronischer Aufzeichnung und Aufbewahrung von betrieblichen Vorgängen, was neue und veränderte Anforderungen an die Prüfung und Beratung stellt. Mit den technischen Neuerungen steigt auch die Gefahr wiederholter Fehler und von Manipulationen. Fehler und Manipulationen hinterlassen jedoch Spuren! Die Finanzverwaltung versucht Fehler und manipulative Eingriffe in elektronische Betriebsdaten mit Hilfe von interaktiven Verknüpfungen vieler Prüfungsansätze zu zeitgemäßen Netzen (z. B. SRP) aufzudecken.

So ist sie in der Lage, große Datenmengen effizient zu untersuchen und jede Form menschlichen Eingriffs, sowohl in Form von Gestaltungen und Fehlern, als auch vorsätzlichen Manipulationen innerhalb kürzester Zeit aufzudecken. Die Finanzverwaltung in Thüringen hat die summarische Risikoprüfung getestet und ihren Einsatz für 2017 angekündigt. Doch nicht jede Interpretation der Finanzverwaltung ist auch gleichzeitig eine Manipulation! Außerdem hat der BFH strenge Anforderungen an die Verwendung neuer Prüfungsmethoden definiert, die von systematischen Prüfungsnetzen wie der SRP allerdings bereits seit Jahren erfüllt werden.

Lernen Sie praxisrelevante Erklärungsansätze und mögliche Anwendungsfehler der Ziffernanalyse (z. B. Chi-Quadrattest auf die Gleichverteilung der Einerstelle) kennen, denn dies bietet den besten Schutz für Ihre Mandanten vor unberechtigten Hinzuschätzungen. Der qualifizierte Umgang mit Zeitreihenauffälligkeiten zahlt sich aus und hilft sowohl bei der Argumentation gegenüber dem Finanzamt als auch bei der Mandantenberatung. Die Aussagekraft einer auffälligen Verteilungsanalyse (logarithmische Normalverteilung) kann auch für die Mandantenberatung verwendet werden (z. B. interner Strukturvergleich).

Im heutigen Beratungsalltag werden immer mehr Schnittstellen mit den Systemen der Mandanten genutzt, um kostensparend zu arbeiten. Eine ungeprüfte Übernahme der Zahlen birgt jedoch auch Risiken. Mit einer visualisierten Untersuchung der Datenschnittstellen (z. B. aus einem Warenwirtschaftssystem zur Buchführung) können Haftungsrisiken vermieden werden. Darüber hinaus können diese Erkenntnisse in denBeratungsalltag einfließen, indem z. B. ein effizienter Datenabgleich im Debitorenmanagement vorgenommen wird.

Die Vernetzung der unterschiedlichen Ansätze hilft als zeitgemäße Schnelleinschätzung der Prüfungsnotwendigkeit für die Finanzverwaltung und bietet eine leistungsfähige Grundlage für die Beratung.