GoBD - Wie Sie die Verfahrensdokumentation beim Mandanten umsetzen

180210 Seminare

Beginn: 24.04.2018, 09:00 Uhr

Ende: 24.04.2018, 13:00 UhrTermin speichern

Ort: Radisson Blu Hotel Erfurt, Juri-Gagarin-Ring 127, 99084 Erfurt Zu den Details scrollen

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GoBD - Wie Sie die Verfahrensdokumentation beim Mandanten umsetzen

Dipl.-Finw. (FH) Thorsten Krain, LL.M. Steuerberater

Die seit dem 1.1.2015 geltenden GoBD sind überall dort anzuwenden, wo betriebliche Abläufe durch DV-gestützte Verfahren abgebildet bzw. Datenverarbeitungssysteme zur Erfüllung außer- steuerlicher oder steuerlicher Buchführungs-, Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten verwendet werden.

Eine wesentliche Anforderung der neuen Vorschriften ist die Verfahrensdokumentation. Diese hat die gesamten organisatorischen und technischen Abläufe der digitalen Buchführung darzustellen und beschreibt, wie Belege erfasst, digitalisiert, verarbeitet und aufbewahrt werden. Aus Sicht der Finanzverwaltung stellen die Nichtnachprüfbarkeit bzw. Nichtnachvollziehbarkeit der Verfahrensdokumentation gegebenenfalls einen formellen Mangel dar und können im schlimmsten Fall die Verwerfung der Buchführung nach sich ziehen.

Weiterhin hat das interne Kontrollsystem (IKS) vor dem Hintergrund der Änderung des Anwendungserlasses zu § 153 AO eine neue weitreichende Bedeutung über die GoBD hinaus bekommen. Vor diesem Hintergrund vermittelt das Seminar, wie zwingend notwendig es ist, eine GoBD-konforme Verfahrensdokumentation und ein zugehöriges internes Kontrollsystem im Unternehmen zu implementieren bzw. vorhandene Strukturen anzupassen.

Die Teilnehmer erhalten Handlungsempfehlungen und praktische Anleitungen, wie das Belegwesen im Unternehmen zu organisieren ist. Außerdem werden sie anhand von Mustern und Checklisten mit der Erstellung einer Verfahrensdokumentation vertraut gemacht, um die Prüfsicherheit im Sinne der GoBD-Vorschriften im Unternehmen gewährleisten – und Vorwürfe einer vorsätzlichen Steuerverkürzung entgehen – zu können.

  • Die geordnete und übersichtliche Belegablage als Grundlage der Verfahrensdokumentation
  • Zeitlichen Vorgaben an die Erfassung und Verbuchung von Geschäftsvorfällen
  • Dokumentationspflichtige Bestandteile der Buchführung
  • Das Belegwesen als Anknüpfungspunkt der Verfahrensdokumentation (Grundaufzeichnungsfunktion/Die drei Belegarten/Umfang der aufbewahrungspflichtigen Unterlagen und Aufbewahrungsfristen)
  • Das DV-System als Anknüpfungspunkt der Verfahrensdokumentation
  • Das interne Kontrollsystem (IKS) als Pflichtbestandteil der Verfahrensdokumentation
    • Die Bedeutung des IKS nach dem BMF-Schreiben vom 23.05.2016 zu § 153 AO
    • IKS nach GoBD vs. IKS nach Handelsrecht
    • Verwendbarkeit der Bestandteile eines bestehenden IKS für Zwecke der GoBD
  • Dokumentationspflichten beim ersetzenden Scannen
    • RESISCAN
    • Vorgaben der GoBD
  • Praxishilfen zur Erstellung der Verfahrensdokumentation
    • Szenarien der Verfahrensdokumentation (Originäre Papierbuchführung/digitalisierte Belege/originär digitale Belege/Mischformen)
  • Musterverfahrensdokumentationen zum ersetzenden Scannen sowie der AWV zur geordneten Belegablage
  • Verfahrensdokumentation bei externer Buchführung

Methodik
Vortrag
Erfahrungsaustausch

Schwerpunkt
Verfahrensrecht

Teilnehmerkreis
Steuerberater
Wirtschaftsprüfer
Fachanwälte für Steuerrecht
Steuerfachwirte
Steuerabteilungen in Unternehmen
Fach- und Führungskräfte aus Finanzwesen und Controlling
Finanz-/Bilanzbuchhaltung