Onlinseseminar: Jahresabschlusserstellung und insolvenzrechtliche Warnpflichten in Zeiten der Covid-19-Pandemie

202230 Seminare

Beginn: 08.09.2020, 09:00 Uhr

Ende: 08.09.2020, 12:00 UhrTermin speichern

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Onlinseseminar: Jahresabschlusserstellung und insolvenzrechtliche Warnpflichten in Zeiten der Covid-19-Pandemie

Inga Willems, Rechtsanwältin

Das geplante Präsenzseminar am  08.09.2020 wird als Onlinesminar mit aktuellem Themenbezug durchgeführt.

Mit Urteil vom 26.01.2017 hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass der Steuerberater eine falsche Bilanzierung zu verantworten hat, wenn er der Bilanz trotz nicht ausgeräumter Zweifel hinsichtlich der Fortführbarkeit des Unternehmens Going-Concern-Werte zu Grunde legt. Zudem hat er entschieden, dass der Steuerberater, der den Jahresabschluss erstellt hat, die Geschäftsführung unter bestimmten Voraussetzungen auf eine mögliche Insolvenzreife und die sich hieraus ergebenden Prüfungspflichten hinweisen muss. Die Entscheidung wirft Fragen auf, die sich auch bei einer insolvenznahen Beratung über die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie stellen können. Welche Pflichten treffen den mit der Jahresabschlusserstellung für eine Krisen-GmbH befassten Steuerberater hinsichtlich der Going-Concern-Prüfung? Wie muss eine explizite Fortführungsprognose aussehen? Durch welche Einzelmaßnahmen können Zweifel an der Fortführung der unternehmerischen Tätigkeit ausgeräumt werden? Darf sich der Steuerberater auf Aussagen der Geschäftsführung verlassen, wonach mit Blick auf die Liquiditätsprobleme eine Kapitalerhöhung geplant sei? Was ist zu tun, wenn die Geschäftsführung trotz bestehender Zweifel an der Fortführung der unternehmerischen Tätigkeit eine Bilanzierung mit Fortführungswerten verlangt oder einen insolvenzrechtlichen Warnhinweis schlicht ignoriert? Muss der Steuerberater das Mandat dann niederlegen oder kann er sich durch Dokumentation der Weisung im Jahresabschluss exkulpieren?

Außerdem wird in gewohnter Weise über die Entwicklung im beruflichen Haftungsrecht für Steuerberater sowie aktuelle Praxisfälle berichtet und praktische Tipps zur Haftungsvermeidung gegeben. Ziel des Onlineseminars ist, Ihnen das notwendige Rüstzeug an die Hand zu geben, um rechtliche Fallstricke in der Beratungspraxis frühzeitig zu erkennen und auszuschalten. Denn fachliches Know-how und Sensibilität für aktuelle Problemstellungen tragen dazu bei, dass Haftungsfälle gar nicht erst entstehen.

Haftungsgefahren bei Jahresabschlusserstellung
Going-Concern-Prüfung
Warnpflichten bei Anhaltspunkten für eine mögliche Insolvenzreife
Exkulpation und Vorsorgemaßnahmen

Aktuelle Entwicklungen im Haftungsrecht
Umfang und Grenzen der Rechtsdienstleistungsbefugnis des StB
Schnittstelle Lohnbuchhaltung zur sozialversicherungsrechtlichen Beratung
Aktuelle Praxisfäll

Hinweis
Die Teilnahme an dem Qualitätssicherungsprogramm wird für Verbandsmitglieder, die bei HDI eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben, unter folgenden Voraussetzungen mit einem Prämiennachlass bis 10 % honoriert:

  • Teilnahme an diesem Risikomanagement-Seminar
  • Nachweis von insgesamt 40 Stunden Fortbildung durch den Fortbildungspass des Verbandes (inklusive dieses Seminars

Methodik
Vortrag
Erfahrungsaustausch
Bearbeitung von Praxisfällen

Schwerpunkt
Haftungsrecht

Teilnehmerkreis
Steuerberater
Wirtschaftsprüfer
Fachanwälte für Steuerrecht