Die Immobilien-GmbH: Gestaltungspotenziale erkennen und nutzen

200790 Seminare

Beginn: 01.10.2020, 09:00 Uhr

Ende: 01.10.2020, 16:00 UhrTermin speichern

Ort: Airport Hotel Erfurt, Binderslebener Landstraße 100, 99092 Erfurt Zu den Details scrollen

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Die Immobilien-GmbH: Gestaltungspotenziale erkennen und nutzen

Dipl.-Finw. (FH) Nico Schley, Rechtsanwalt, FAStR StB

Wohl jeder Steuerberater hat Mandanten, die über ein mehr oder weniger umfangreiches Immobilienvermögen verfügen. Zumeist werden die Immobilien im Laufe der Jahre sukzessive erworben und schlicht als Einzelobjekte im Privatvermögen gehalten.

Das Seminar soll zeigen, welche vorteilhaften Gestaltungsmöglichkeiten sich bieten, wenn Immobilienvermögenin einer GmbH zusammengefasst wird. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Darstellung von steuerartübergreifenden Gestaltungsmöglichkeiten. Hierbei werden die jeweiligen Vor- und Nachteile der Immobilien-GmbH gegenüber vermögensverwaltenden oder gewerblich geprägten Personengesellschaften dargestellt: Durch Inanspruchnahme der erweiterten gewerbesteuerlichen Kürzung können laufende Mieteinkünfte und Veräußerungsgewinne „gewerbesteuerfrei“ vereinnahmt werden, so dass die Gesamtsteuerbelastung der Immobilien-GmbH bei knapp 16 % liegt. Durch eine Holding-Struktur kann die Steuerbelastung für Veräußerungsgewinne auf unter 2 % gesenkt werden.

Im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge können verschiedene Möglichkeiten genutzt werden, um die Anteile an der Immobilien-GmbH ohne Anfall von Erbschaft- und Schenkungsteuer auf die nachfolgende Generation zu übertragen. Im Bereich der Grunderwerbsteuer lassen sich Steuerbelastungen durch entsprechende Gestaltungen vermeiden oder zumindest verringern. In diesem Zusammenhang werden auch die geplanten Änderungen des GrEStG zur Einschränkung von „Share Deals“ in den Grundzügen dargestellt.

Abgrenzung Immobilien-GmbH vs. vermögensverwaltende und gewerblich geprägte Personengesellschaft

  • Betriebsvermögen/Steuerverstrickung <> Privatvermögen/10-jährige „Spekulationsfrist“ nach § 23 EStG
  • Bruchteilsbetrachtung
  • AfA-Bemessungsgrundlage/AfA-Sätze
  • § 6b EStG
  • Steuerbelastungsvergleich
  • Steuervergünstigungen nach dem GrEStG (§§ 3, 5 und 6 GrEStG)
  • Steuervergünstigungen nach dem ErbStG (§§ 13 Abs. 1 Nr. 4a, b, c, 13a, b und § 13d ErbStG)

Ertragsteuerliche Gestaltungsmöglichkeiten

  • „Gewerbesteuerfreiheit“ durch Inanspruchnahme der erweiterten gewerbesteuerlichen Kürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG
  • Voraussetzungen und Fallstricke der erweiterten Kürzung, aktuelle Entscheidungen des BFH
  • Abgrenzung Vermögensverwaltung <> Gewerbebetrieb
  • Schaffung von zusätzlichem AfA-Volumen („AfA-Step-Up“)
  • Inanspruchnahme von § 8b KStG bei Holding-Strukturen

Grunderwerbsteuerliche Optimierung

  • Grunderwerbsteueroptimierung beim Kauf/Verkauf der Immobilien bzw. der Geschäftsanteile
  • Geplante Reform der GrESt zur Einschränkung von Share Deals
  • Aktuelle Entscheidungen des BFH zur Konzernklausel (§ 6a GrEStG)

Steueroptimierte vorweggenommene Erbfolge

  • Immobilien im ErbStG: schädliches Verwaltungsvermögen <> begünstigtes Betriebsvermögen
  • Nutzung von Steuervorteilen für Wohnungsunternehmen
  • Nießbrauchsgestaltungen



Methodik
Vortrag

Schwerpunkt
Grunderwerbsteuer
Gewerbesteuer
ESt, ErbSt, KSt

Teilnehmerkreis
Steuerberater
Wirtschaftsprüfer
Fachanwälte für Steuerrecht